International Cooperations (INCO)

Der europäische Forschungsraum kann nur dann weiter eine weltweit entscheidende Rolle einnehmen, solange man im internationalen Kontext wettbewerbsfähig bleibt. Im länderübergreifenden Dialog und durch den Ausbau von Partnerschaften und Netzwerken mit unterschiedlichen Ländern oder Regionen ausserhalb Europas lassen sich prioritäre Forschungsbereiche zum gegenseitigen Nutzen ermitteln. Unter International Cooperation (INCO) wird die Kooperation mit Ländern zusammengefasst, die weder Mitgliedstaaten noch Assoziierte Staaten der EU sind. Diese Drittstaaten unterteilt die Europäische Kommission in International Cooperation Partner Countries (ICPC) und high income Länder (USA, Kanada, Japan, die Republik Korea, Singapur, Australien, Neuseeland, Taiwan, Hongkong, Macao, San Marino, Andorra, Monaco, der Vatikan). Während die Beteiligung von Einrichtungen aus ICPC an FP7 finanziell gefördert wird, können Partner aus industrialisierten Ländern in bestimmten Programmen ebenfalls teilnehmen, erhalten für die Beteiligung in der Regel aber keine finanzielle Förderung.

International Cooperation wird in den verschiedenen Teilen von FP7 in unterschiedlicher Weise gehandhabt:

Die thematisch ausgerichteten internationalen Zusammenarbeiten werden unter dem spezifischen Programm Cooperation durchgeführt.

Die Beteiligung von Forschenden werden im Rahmen des spezifischen Programms Ideas durchgeführt.

Internationale Mobilitätsmassnahmen werden im Rahmen des spezifischen Programms People durchgeführt.

Das Programm INCO innerhalb von Capacities soll die Teilnahme von Drittländern am RP7 fördern und anregen. Dazu gehört die Unterstützung des Informationsaustauschs und Dialogs mit Staaten ausserhalb Europas, die eine Diskussion aktueller und künftiger Forschungsprioritäten ermöglichen soll.

Die Massnahmen konzentrieren sich auf drei Bereiche:

  • Identifizierung von Prioritäten im wissenschaftlichen Bereich mit Drittländern, die von den Themenbereichen unter dem spezifischen Programm Cooperation verwendet werden sollen.
  • Vernetzung verschiedener Stakeholder (z. B. Universitäten, Wirtschaft, Regierung, Gesellschaft) zur Stärkung der Forschungskapazität.
  • Erleichterung der Entwicklung und Implementierung eines kohärenten Ansatzes internationaler wissenschaftlich-technischer Zusammenarbeit auf europäischem Niveau.

Die genauen Teilnahmebedingungen und Regeln sind im einschlägigen Arbeitsprogramm und in der jeweiligen Ausschreibung festgelegt.