Vorvertrag

Der Austausch vertraulicher Daten ist oftmals schon notwendig, bevor ein Proposal eingereicht wird. Deshalb müssen gewisse Aspekte der Zusammenarbeit innerhalb eines Consortiums häufig bereits während der Ausarbeitung eines Proposals vereinbart werden, ohne dass eine erfolgreiche Evaluation gewährleistet ist. Die Mitglieder eines Consortiums sollen sich darauf verlassen können, dass alle Beteiligten dem gemeinsamen Interesse entsprechend handeln, um ein Projektproposal mit Erfolg einzureichen.

Um die Zusammenarbeit im Consortium möglichst frühzeitig zu regeln und einen sicheren Informationsaustausch zu ermöglichen, sollte bereits bei der Aufnahme erster Gespräche ein Vorvertrag innerhalb des Konsortiums abgeschlossen werden. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

Non-Disclosure Agreement (NDA) / Confidential Disclosure Agreement (CDA)

Diese Form des Vorvertrags legt noch keine Projektdetails fest, verpflichtet aber die Unterzeichnenden, die im Rahmen der Zusammenarbeit ausgetauschten Informationen vertraulich zu behandeln.

Letter of Intent (LoI) / Memorandum of Understanding (MoU)

In einem Letter of Intent wird im Vergleich zu einem NDA bereits die angestrebte Form der Zusammenarbeit  vereinbart. Ein LoI enthält im Normalfall bereits Regelungen über Vertraulichkeit, die von Intellectual Property Rights, Haftung, die Finanzen sowie das Projektmanagement.

Diese vorvertraglichen Vereinbarungen sind in der Regel rechtlich bindend und sollten – falls sie auf ein künftiges EU-Projekt Bezug nehmen – EU GrantsAccess zur Prüfung zugestellt werden.

Für Forschende der ETH Zürich und der Universität Zürich prüft EU GrantsAccess den Vorvertrag und holt die notwendigen Unterschriften ein.